Schweizerische Umweltstiftung
Logo

"Urban Greening" Natur vor der Haustür

Die Schweiz beherbergt eine grosse Naturvielfalt. Dieses Naturparadies ist zurückzuführen auf unsere vielfältige Topografie, die grossen Höhenunterschiede mit ihren klimatischen Gegensätzen und die zentrale Lage im Herzen Europas. Diese Naturvielfalt möchten wir vermehrt auch in unseren Siedlungsräumen antreffen. Geben wir der Natur mehr Platz! Was in anderen Städten der Welt bereits Wurzeln geschlagen hat, spriesst nun auch in der Schweiz. Mit „Urban Greening“ werden Siedlungsflächen wieder natürlich gestaltet. Unsere Kinder sollen vor der Haustür wieder erfahren und fühlen, wie Blumenwiesen blühen, Frösche quaken, Schmetterlinge herumwirbeln oder Eidechsen über Trockenmauern huschen. Wo Gemüse angepflanzt wird und wo Blumenbeete entstehen da begegnen sich auch wieder Natur und Mensch. Dies will auch die Schweizerische Umweltstiftung unterstützen. Die jährliche Vergabe des Umweltpreis steht im 2016 deshalb ganz im Zeichen der „Biodiversität im Siedlungsraum“.

  


Eine Verkehrs-Lawine ohne Grenzen !

Unsere Verkehrsströme im Güterverkehr bringen die Verkehrsinfrastrukturen immer mehr an ihre physischen Grenzen wie auch an die Grenzen der Akzeptanz. Städte, Dörfer und Talschaften an den Güterverkehrsrouten sind stark belastet. Das im Strassengüterverkehr transportierte Volumen ist heute rund 18 Mal höher als noch in den 1950er Jahre. Auf der Schiene werden 4 Mal mehr Güter transportiert als noch vor 60 Jahren. Auch die Verkehrsleistungen (in Tonnenkilometern) im Strassen- und Schienengüterverkehr haben stark zugenommen. Dies gilt auch für den Flugverkehr und den Gütertransport auf dem Wasser. Um einen künftigen Verkehrskollaps verhindern zu können, wird ein transporteffizientes Wirtschaften notwendig. Ein hoch aktuelles Thema, dass die Schweizerische Umweltstiftung bereits mit der Vergabe des Umweltpreises 2015 zum Thema „Mobilität und Wirtschaft“ unterstützte. Weitere Aktivitäten werden folgen.   

  

 

 

Unser Wasser - eine globale Herausforderung

Die Schweiz ist das Wasserschloss Europas. Dennoch betrifft die globale Wasserkrise auch uns: Pro Tag verbraucht jede Schweizerin und jeder Schweizer rund 4ʼ200 Liter Wasser (Quelle: GNEHM 2012). Rund 80% dieses Wasserverbrauchs fällt im Ausland an, oft in Ländern mit Wasserknappheit. Dieses Wasser importieren wir in Form von „virtuellem Wasser” in unseren Konsumgütern. Unser persönlicher Haushaltsverbrauch von 160 Litern pro Tag ist also nur die halbe Wahrheit (Quelle: GAILLE 1999).

 

Mit dem Ziel der Halbierung des Wasserverbrauchs leistet die 2000-Liter-Gesellschaft einen Beitrag dazu, dass die Entwicklungschancen der Menschen im „Norden und Süden“ langfristig sichergestellt werden. Mit öffentlichen Auftritten und Aktivitäten macht die Schweizerische Umweltstiftung als Initiantin der 2000-Liter-Gesellschaft auf die Problematik des weltweiten Wasserverbrauchs aufmerksam. Ziel ist es, den Pro-Kopf-Wasserverbrauch in der Schweiz um die Hälfte zu reduzieren.